Lena Seitz

Flötistin

Biographie

Lena Seitz wurde 1999 in Karlsruhe geboren, wo sie auch ihre musikalische Grundausbildung zunächst am Konservatorium erhielt. Später als Schülerin von Mathias Allin (Assistent HfM) bekam sie wichtige Impulse bei internationalen Meisterkursen, u.a. mit Peter-Lukas Graf, Mario Caroli, Stephanie Winker, Ulf-Dieter Schaaff, Michael Faust und Gergely Ittzés. Zum Abitur erhielt sie den Hermann-Levi-Preis des Richard-Wagner-Verbands Karlsruhe für hervorragende Leistungen in der Musik. Lena sammelte in diversen Orchestern Erfahrung und machte viel Kammermusik; so nahm sie am Landesjugendensemble für Neue Musik Baden-Württemberg teil und war Mitglied der Festivál Akadémia Budapest 2018. Sie organisierte mehrfach Benefizkonzerte, an denen sie selbst mitwirkte. Seit des Wintersemesters 2018/19 studierte Lena an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Firkins. 
Das künstlerische Studium brachte ihr weitere Entfaltungsmöglichkeiten, so stand 2019 auch eine Aufnahme beim NDR für die Reihe „Junge Künstler im Norden“ an. Im Januar 2020 gewann Lena Seitz den 1. Preis beim Händel-Jugendpreis der Händel-Gesellschaft Karlsruhe e.V.
Mit eigens konzipierten Konzertformaten wie den Projekten „Klimakrise.diesseits“ oder "Die Frau in der Kunst" möchte die junge Künstlerin aktuelle tagespolitische Themen in den Konzertbetrieb eingliedern und Kunstformen miteinander verknüpfen. 
Seit Oktober 2020 ist Lena Seitz Stipendiatin des Deutschlandstipendiums und Mitglied des Förderprogramms ClassicPeople. Sie gewann im Mai 2021 den ersten Preis des Online-Wettbewerbs «ENKOR competition» und erhielt im Juli 2021 mit ihrem Duo eine Prämie beim Possehlpreis für Neue musikalische Aufführungskonzepte. 
Im Wintersemester 2021 befand sich Lena im Rahmen des Erasmus Programmes ein halbes Jahr in Paris, wo sie die Möglichkeit hatte bei Magali Mosnier (Soloflötistin Orchestre Philharmonique de Radio-France) zu studieren und ging anschließend für ein Semester nach Barcelona in die Klasse von Albert Mora (Soloflötist Orquestra Simfònica del Gran Theater del Liceu). Jüngst gewann sie das Probespiel für das Schleswig-Holstein Festivalorchester 2023 und spielte im Juli und August unter renommierten Dirigent*innen wie Christoph Eschenbach, Michael Sanderling und Holly Choe.
Dank ihres großen Interesses an zeitgenössischer Musik musizierte Lena bereits gemeinsam mit dem renommierten Ensemble Recherche und trat bei verschiedenen Festivals wie dem Frequenzfestival Kiel, dem PGVIM International Symposium Bangkok und der Academy for Contemporary Music Luzern auf.
Momentan befindet sich Lena in die Schweiz, um ihr Masterstudium in Luzern bei Prof. Pirmin Grehl zu absolvieren.

Duos

Duo Varietas

Im Oktober 2018 begann für Lena Seitz (Flöte) und Gregor Früh (Orgel, Cembalo) das Studium an der Musikhochschule Lübeck - und seitdem arbeiten beide im Rahmen verschiedener Projekte zusammen.  
Die beiden jungen Menschen sind sehr experimentierfreudig, was sie bereits im Rahmen von gemeinsamen Improvisationen unter Beweis stellen konnten. Sie bringen neben bekanntem Repertoire auch moderne und teilweise unbekannte Literatur zur Aufführung, wobei dem Duo besonders durch die Kombination verschiedener Tasten- und Flöteninstrumente eine große Bandbreite an Klangmöglichkeiten offensteht.


Im Rahmen von MusikERkennen bringen die beiden das Projekt "Klimakrise.diesseits" auf die Bühne und gewannen damit eine Prämie beim Possehlpreis für Neue musikalische Aufführungsformate 2021.

Die Frau in der Kunst

Im Rahmen der Themenagentur music@cetera bringen Swantje Wittenhagen (Harfe) und Lena Seitz (Flöte) überwiegend unbekannte Literatur von Komponistinnen verschiedenster Epochen zur Aufführung.

„I feel I must fight for [my music], because I want women to turn their minds to big and difficult jobs; not just to go on hugging the shore, afraid to put out to sea.” – Ethel Smyth

Trotz vielerlei Errungenschaften in Sachen Emanzipation und Frauenrechte ist das weibliche Geschlecht gerade in der Musik noch unterrepräsentiert und die meisten Komponistinnen stehen im Schatten ihrer männlichen Kollegen. Wer hat wohl Melodien von Fanny Hensel im Kopf, die neben ihrem Bruder Felix Mendelssohn unterging oder könnte mehr als zwei Stücke von Cécile Chaminade aufzählen? Was hat es mit den Schwestern Nadia und Lili Boulanger auf sich? Die oft vorkommende Nichtanerkennung der Zeitgenossen von Frauen in künstlerischen Berufen ist beispielsweise greifbar anhand der Aussage des Schriftstellers Ambroise Thomas über Chaminade: „Dies ist keine komponierende Frau, sondern ein Komponist, der eine Frau ist.“
Um wunderbare hörenswerte Stücke dieser Komponistinnen populärer zu machen, widmet sich dieser Konzertabend ausschließlich weiblichen Künstlerinnen, es werden nicht nur Kompositionen begabter Frauen vorgetragen, sondern auch literarische Texte mit einbezogen, unter anderem von Emily Dickinson und Bettina von Arnim. Eingerahmt wird der Abend von Gemälden u. a. von Hélène de Beauvoir, Frida Kahlo und vielen weiteren begabten Malerinnen.
Die Musikstücke umfassen eine weite Zeitspanne, von Barock bis zur Gegenwart, von Anna Amalia von Preußen über Leopoldine Blahetka bis Kaija Saariaho. Auch ein Stück der Kompositionsstudentin Leyan Zhang wird dem Publikum präsentiert werden.
Durch die Besetzung Flöte und Harfe fällt oft ein ganz neues Licht auf die überwiegend für Flöte und Klavier geschriebenen Kompositionen. Doch nicht nur Duostücke, auch intime und innovative Solokompositionen für Flöte und Harfe allein finden in dem Programm ihren Platz.

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Musik schafft es, Grenzen zu überwinden und Herzen zu berühren - davon bin ich überzeugt. Mein Anliegen ist es, mit kreativen Konzertformaten zu unterschiedlichsten Themen alle Menschen zu erreichen und ihnen ein nachhaltiges Konzerterlebnis zu ermöglichen.
Auch wenn Sie für einen bestimmten Anlass musikalische Untermalung wünschen - egal ob Hochzeit, Familienfeier, Geburtstag - schreiben Sie mir gerne im Kontaktformular!


Youtubelink:
https://www.youtube.com/watch?v=IdTLwinf_bo&t=60s